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Das Brandiatorfest

 
Die älteren Warthauer erinnern sich noch an das Brandiator-Starkbierfest, das Mitte der 50er Jahre zum Beginn der Fastenzeit abgehalten wurde. Es wurde nach Anitta Brand benannt, die nach dem Tode ihres Vaters ab 1957 die Brauerei leitete.

Der ursprüngliche Name des Bieres hieß eigentlich Anittator, jedoch klagte eine Münchner Brauerei, die diesen Namen schon für ihr Bier verwendete.

Das Brandiator, ein Starkbier mit 18 % Stammwürze und 1 Jahr gelagert wurde über Jahre hinweg in der Fastenzeit zum Ausschank gebracht. Mit dem Brandiatorfest wurde der Anstich eröffnet. Namhafte Künstler des Süddeutschen Rundfunks wie z.B. Willi Sailer wirkten an diesem Fest mit. Auch der "Hiasl" vom Bayerischen Rundfunk, in ganz Deutschland bekannt, war damals in Warthausen auf der Bühne. Dass dieses Starkbier so manchen trinkfesten Mann auf die Knie gezwungen hat war keine Schande und die Beliebtheit dieses Starkbieres war sehr groß. Auch unser damaliger unvergessener Pfarrer Jörg war ein guter Freund des Brandiatorbieres.


Das neue Brandiator-Lied 1964 (Text Paul Mock)
nach der Melodie: Prinz Eugen der edle Ritter ...

Aufgerafft ihr alten Böcke!
Ziehet aus die Alltagsröcke,
heut ist Brandiator-Tag
Laßt die Arbeit, laßt die Sorgen,
schiebet sie von heut' auf morgen,
dann wird uns're Kehle wach.

Heute zu den Feierstunden
haben wir uns eingefunden
weil ein gleiches Licht uns scheint!
Weil ein gleichgeformtes Leben,
weil ein gleiches Ziel und Streben,
Brandiator uns vereint.

So wie wir an manchen Tagen
bei Brandiator-Festgelagen
forsch gesungen mit Gewicht.
Heute soll es weiterklingen
unser Scherzen, unser Singen,
Brandiator ein Gedicht!

Also soll es bei uns walten:
Immer bleiben wir die Alten
treu und bieder, schwäbisch war!
Laßt des Geistes Funken sprühen
Brandiator weiterglühen,
bis zum Alter immerdar.